Wenn Spaghetti Brücken tragen und Zuckerwasser Licht dreht

12.02.26 | Allgemein, GYPT, Veranstaltungen

Am 5. Februar präsentierten Jugendliche beim GYPT-Regionalwettbewerb in Bochum wieder ihre Ergebnisse und lieferten sich einen lebhaften wissenschaftlichen Schlagabtausch.

Seit fast zehn Jahren leiten Physiklehrer Stefan Wentzel und Prof. Heiko Krabbe von der RUB das Bochumer Regionalzentrum des German Young Physicists’ Tournament (GYPT), eines internationalen Physikwettbewerbs mit stark experimentellem Schwerpunkt. Ein halbes Jahr lang tüfteln die Teilnehmenden an selbst gewählten Fragestellungen, bauen Versuchsaufbauten, messen, diskutieren und werten aus. Am Ende steht kein klassischer Test, sondern ein Wettbewerb, der einer wissenschaftlichen Tagung gleicht: Vorträge, kritische Nachfragen, Diskussionen – bewertet von einer Jury aus Physikprofis. Der GYPT-Regionalwettbewerb in Bochum ist inzwischen der größte in Deutschlands.

Untersucht wurde diesmal unter anderem, wie hoch eine Fontaine durch einen Metallring schießt, wie Zuckerwasser Licht dreht, warum Tischtennisschläger beim Drehen taumeln, wie sich magnetische Pendel verhalten – und wie viel Last ein Spaghettibündel aushält, wenn man es vorher verdreht.  Damit haben sich in den vergangenen Monaten rund 65 Schülerinnen und Schüler aus etwa zehn Schulen im Umfeld der Ruhr-Universität beschäftigt. Unterstützt wurden sie im GYPT-Regionalzentrum Bochum von Physikstudierenden der RUB.

Die neun besten Teilnehmenden vertreten Bochum nun Anfang März beim Bundeswettbewerb in Bad Honnef. Begleitet werden sie dabei von ehemaligen GYPT-Teilnehmenden, die inzwischen selbst studieren und als Mentoren zurückkehren. So entsteht rund um den Wettbewerb ein wachsendes Netzwerk junger Physikbegeisterter, das weit über den Regonalwettbewerb hinausreicht.